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Auszeit/Sabbatical
Beruf, Job und was sagt der Chef?
Berufliche Vorteile, die sich aus der Auszeit für Euch ergeben
Signalwirkung: Die Entscheidung für eine Auszeit und die unbeirrte Verfolgung dieses Zieles sendet ein eindeutiges Signal an die Arbeitsumwelt. Einer der freiwillig seinen Job "riskiert", der zeigt gleichzeitig seine Sicherheit darüber, dass er jederzeit auch in anderem Unternehmen wieder einsteigen könnte. Solche Mitarbeiter möchte jedes Unternehmen gerne an sich binden und nicht zur Konkurrenz schicken.
Ich selbst kann bis heute durch meine Auszeit keinen einzigen beruflichen Nachteil feststellen: im Voraus wurde die zeitliche Verfügbarkeit im Jahresvertrag entsprechend meinen Wünschen gestaltet. Und das, obwohl die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes als Freiberufler sicherlich höher ist als bei Angestellten, denn von einem externen Mitarbeiter kann sich ein Unternehmen sehr viel leichter trennen. Vor der Reise arbeitete ich einen neuen Mitarbeiter ein, der jetzt bei Engpässen auch Teile meiner Zuständigkeit übernehmen kann. Das ist ein Vorteil für den Auftraggeber, für mich und das Projekt insgesamt. Dieser Mitarbeiter hat darüberhinaus jetzt seinen eigenen Bereich. Wie es bei mir war: Was sagt der Chef dazu?
Wer hat gute Karten, eine Auszeit "genehmigt" zu bekommen?
Ein Unternehmen bezahlt das wohlverdiente Salär nie nur aus reiner Menschenfreundlichkeit. Nein, Du bist für die Firma wichtig, bist wichtig für die Aufgaben, die letztlich zum Einkommen und Gewinn des Chefs beitragen. Ohne Deine Arbeit gäbe es die Firma gar nicht. Somit ist klar, dass der Vorgesetzte ein ureigenstes Interesse hat, Deine Leistung zu behalten. Um das zu erreichen, muss der Vertrag letztlich beide Seiten zufrieden machen (= WinWin-Situation). Und das kann er erreichen, indem er auch Dir etwas Gutes tut.
Wenn in der Firma jedoch Jobstreichungen anstehen, das Arbeitsklima bereits belastet ist, Mobbing an der Tagesordnung ist, dann sollte man sich mit der Verlautbarung solcher Pläne etwas vorsichtig verhalten. Andererseits: Was hält einen in solch einem Umfeld? Und wie lange kann man sich überhaupt halten, bis man nach jahrelanger Unzufriedenheit am Arbeitsplatz dann doch selbst an die Reihe kommt?
Bei aktuell hoher Nachfrage seines Jobs und Arbeitsbereiches kann man sich eine zukünftige Auszeit bereits bei der Einstellung im Vertrag festhalten lassen. Das ist natürlich nicht bei Jobs möglich, nach denen derzeit die Nachfrage durch die Unternehmen nicht sehr hoch ist.
Die schlechtesten Karten für eine Auszeit haben wahrscheinlich Selbständige mit einem eigenen (kleinen) Geschäft. Meist können sie nicht für längere Zeit fernbleiben, da es tatsächlich keinen gleichwertigen Ersatz für alle Teilbereich der Tätigkeiten im Geschäft gibt. Hier kann die Weitergabe innerhalb der Familie helfen, wenn möglich. Dies ist meist nur sehr langfristig aufzubauen.
Was hat der Chef davon?
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Ärmel hochkrempeln: Nach der Auszeit ist die Motivation und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters ungleich höher.
Wer von einer Auszeit zurückkehrt, ist voller Tatendrang und darüber hinaus dem Unternehmen gegenüber loyaler, weil dankbar. Das überzeugt einen Chef, der darüber nur ein wenig nachdenkt. Und wie schon geschrieben - eine Kündigung des Arbeitnehmers wegen dauerhafter Unzufiedenheit kann nicht im Interesse eines Vorgesetzten sein. Denn wird dauerhaft nur auf die Zufriedenheit des Unternehmens geachtet und die Interessen des Mitarbeiters als unwichtig erachtet, dann führt dies zur inneren Kündigung des Mtarbeiters.
Es gibt auch Zeiten, in denen ein Unternehmen vorübergehend gerne weniger Mitarbeiter hätte - und zwar in einer Auftragsflaute. Legst Du Deine Auszeit in einen solchen Zeitraum, kann es dem Unternehmen nur recht sein. Spart es so doch die Bezahlung, verliert Dich aber nicht als Mitarbeiter. Mitarbeiter, die das Unternehmen beim folgenden Auftragssaufschwung wieder braucht.
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