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Die Anfahrt mit unserer Cleo in die Lagune von Grado öffnet mein Herz. Obwohl wir letzte Nacht gerade die sehr ungemütliche Gewitternacht hinter uns gebracht haben und wir froh sind, mit dem Schiff hier heil anzukommen, bin ich gleich wieder aufnahmebereit und begeistert von der Lagune.
In der Marina Porto San Vito ist es ruhig und friedlich also ist auch Ruhe für uns alle angesagt. Abends beim Essen im Marinarestaurant besprechen wir, wie es weitergehen soll. Der Vercharterer will unser Auto von Mali Losinj nach Grado bringen und sich ebenfalls um eine ordentliche Reparatur von Cleo kümmern. Und so entscheiden wir, den Rest der Reise mit unserem PKW fortzusetzen. Das macht mich auch etwas traurig, habe ich mich in den letzten Monaten doch sehr an unser Schiff gewöhnt. Das leben im Cockpit, die „Wohnung“ quasi immer mit dabei und alles, was dazugehört. Ab jetzt werden wir in einer Privatunterkunft wohnen, Zimmer mit Frühstück.
In Italien fühlte ich mich sehr wohl. In keiner Weise fühlte ich mich hier als Fremde, die Menschen erschienen mir unheimlich offen und freundlich. Grado ist auch genau so ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, zu leben. Das Land ist flach. In diese Weite zu schauen liebe ich sehr. Fahrradfahren ist dadurch viel schöner und wird auch reichlich betrieben. Die Lagune ringsum Grado ist traumhaft schön. Und in der Stadt selbst kann man so schön flanieren, auch shoppen. Die Stimmung in den Straßen schien mir leicht zu sein, sogar beschwingt, ein Teil der Stadt ist autofrei. Man kann einfach mal mit einem Linienschiff auf eine Laguneninsel fahren, zum Beispiel nach zur Insel Barbano, wo man leicht zur Ruhe und Besinnung kommen kann. Und so sind wir fast drei Wochen in Grado geblieben, was ich sehr genossen habe.
Einen Platz auf einem Campingplatz in der Nähe von Chioggia, unserem nächsten geplanten Ausgangspunkt für Tagesreisen, bekommen wir nicht. Jetzt, Anfang September, ist alles ausgebaucht. Von wegen es beginnt jetzt eine Zeit ohne viele Urlauber, wie wir dachten. In Isola Verde, unweit von Chioggia, finden wir einen Bungalow für uns. Allerdings erst mal nur für sechst Tage. So entscheiden wir uns, die restlichen geplanten Ziele zügig zu erkunden und danach etwas vorzeitig den Weg nach Hause anzutreten. Es ist zu viel Gepäck ein- und auszuladen, als dass wir noch viele Male unsere Urlaubsunterkunft wechseln möchten. So fahren wir in dieser Woche nach Adria, Padua und zweimal nach Venedig.
Von Venedig bin ich, obwohl schon zum dritten Mal dort, wieder restlos begeistert. Diese Stadt ist für mich einmalig und einmalig schön. Venedig ist mit seinen vielen altstädtischen Gebäuden irgendwie pompös, grandios und aufgeladen mit einem Flair, der alle meine Sinne anregt. Diese Stadt ist für mich die schönste auf der Welt, die ich bisher gesehen habe.
Am 6. September ist dann unsere besondere Reise beendet, wir kommen wieder in Deutschland an.
Ich bin dankbar und froh über die Erlebnisse, die Eindrücke und der wundervollen Zeit mit Thomas. Diese Reise ist in meinem Herzen verankert.
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