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Entlang der Ionischen Küsten


Entlang der Adriaküste
   
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9. Würdiger Reiseausklang in Italien

9. Würdiger Reiseausklang in Italien

Venedig sehen und ...

Claudia und Thomas
Wieso sollte einer sterben wollen, nachdem er Venedig gesehen hat? – Weil eh nichts Besseres mehr nachkommen kann? – Das mag durchaus möglich sein, doch der Venedigreisende hat ja statt seinem Ende noch die Wahl, immer wieder nach Venedig zurückzukehren. Diese Option wird mit Sicherheit die unsrige.

Die Lagunenstadt, die dem gesamten nördlichen Golf in der Adria ihren Namen gab, ist mit Sicherheit eine der prachtvollsten Städte der Welt. Bauwerke von künstlerischer Schöpferkraft zu Hauf und die Kanäle geben der Stadt eine ungeahnte Einzigartigkeit.

Videoclip Venedig

Videoclip der Venediginsel Torcello

Masken in Venedig   Masken in Venedig
Den Karneval von Venedig konnten wir hier Anfang September natürlich nicht erleben, doch die allgegenwärtigen Masken fehlen dennoch zu keiner Jahreszeit.

 

Morbider Charme in Venedig   Morbider Charme in Venedig   Morbider Charme in Venedig
Die Feuchtigkeit der Kanäle fordert von den Bauten ihren Tribut. Der Putz der Fassaden bröckelt, wenn er denn überhaupt noch vorhanden ist. Doch dies ist auch Teil der Lebendigkeit Venedigs, deren Mauern wie alles Lebende eben auch vergänglich sind. Dem Stadtbild verleihen diese "Unzulänglichkeiten" einen morbiden Charme.

 

Wasserbus in Venedig   Wassertaxi in Venedig
In Venedig fährt man mit dem Wasserbus. Es gibt Stationen und Fahrpläne für diese schwimmenden Gefährte genau wie bei normalen Linienbussen in anderen Städten der Welt. Wer will kann sich auch mit einem Wassertaxi chauffieren lassen ...

 

Gondel in Venedig
... doch die absolute Luxusvariante ist das Fahren in einer der zahlreichen schwarzen Gondeln, die wie zu Zeiten der alten Venetier von einem Gondolieri in gestreiftem Shirt geschickt durch die engen Kanäle gelenkt and sicher durch die verkehrsreichen Wasserwege gesteuert werden.

 

Canale, Gondel, Touristen, Venedig   Warten auf Kundschaft
Die heutigen Gondolierei sind freilich schon etwas moderner als anno dazumal. Zumindest scheint dieser hier zu mobil telefonieren, was zu Regierungszeiten der Dogen natürlich undenkbar war.   Warten auf Kundschaft

 

Gondeln vor dem Dogenpalast
Vor dem Dogenpalast befindet sich eine Reihe von "parkenden" Gondeln. Dieses Foto wurde vom Turm des Campanile (Eingang Markusplatz) aufgenommen.

 

Exclusives Schuhgeschäft in Venedig   Auch venezianische Masken gibt es einen besonderen Shop   Frivoles Geschäft
Auch für einen Einkaufsbummel in speziellen Geschäften, teils freilich mit etwas gehobenen Preisniveau, ist Venedig gut. Es gibt Schuhläden für den erlesenen Geschmack der Damen, die das Besondere lieben, geht weiter über Läden, die überhaupt nur besondere Produkte anbieten bis zu hin zu einem besonders frivolen Geschäft, in dem die früheren Dogen als transvestite Schaufensterpuppen herhalten müssen.

 

Der Markuslöwe wacht über den gesamten Platz   Blick auf den Dogenpalast   Die Tauben auf dem Markusplatz
Auf dem Markusplatz wacht der Markuslöwe über das Geschehen. In der Mitte ist ein Blick auf den Dogenpalast zu sehen und rechts die berühmten Tauben vom Markusplatz.

 

Handzahme Tauben auf dem Markusplatz
Zahme Tauben auf dem Markusplatz

Mitteilung: An dieser Stelle ist unsere Adria (Segel-)Reise beendet. Wir haben keinen Tag bereut und sind schon wieder am Überlegen und Planen, wie wir unseren nächsten Sabbatical finanzieren. Leute, wir können nur sagen: macht auch mal eine

Auszeit!

 

Claudias Fazit

Die Anfahrt mit unserer Cleo in die Lagune von Grado öffnet mein Herz. Obwohl wir letzte Nacht gerade die sehr ungemütliche Gewitternacht hinter uns gebracht haben und wir froh sind, mit dem Schiff hier heil anzukommen, bin ich gleich wieder aufnahmebereit und begeistert von der Lagune.

In der Marina Porto San Vito ist es ruhig und friedlich also ist auch Ruhe für uns alle angesagt. Abends beim Essen im Marinarestaurant besprechen wir, wie es weitergehen soll. Der Vercharterer will unser Auto von Mali Losinj nach Grado bringen und sich ebenfalls um eine ordentliche Reparatur von Cleo kümmern. Und so entscheiden wir, den Rest der Reise mit unserem PKW fortzusetzen. Das macht mich auch etwas traurig, habe ich mich in den letzten Monaten doch sehr an unser Schiff gewöhnt. Das leben im Cockpit, die „Wohnung“ quasi immer mit dabei und alles, was dazugehört. Ab jetzt werden wir in einer Privatunterkunft wohnen, Zimmer mit Frühstück.

In Italien fühlte ich mich sehr wohl. In keiner Weise fühlte ich mich hier als Fremde, die Menschen erschienen mir unheimlich offen und freundlich. Grado ist auch genau so ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, zu leben. Das Land ist flach. In diese Weite zu schauen liebe ich sehr. Fahrradfahren ist dadurch viel schöner und wird auch reichlich betrieben. Die Lagune ringsum Grado ist traumhaft schön. Und in der Stadt selbst kann man so schön flanieren, auch shoppen. Die Stimmung in den Straßen schien mir leicht zu sein, sogar beschwingt, ein Teil der Stadt ist autofrei. Man kann einfach mal mit einem Linienschiff auf eine Laguneninsel fahren, zum Beispiel nach zur Insel Barbano, wo man leicht zur Ruhe und Besinnung kommen kann. Und so sind wir fast drei Wochen in Grado geblieben, was ich sehr genossen habe.

Einen Platz auf einem Campingplatz in der Nähe von Chioggia, unserem nächsten geplanten Ausgangspunkt für Tagesreisen, bekommen wir nicht. Jetzt, Anfang September, ist alles ausgebaucht. Von wegen es beginnt jetzt eine Zeit ohne viele Urlauber, wie wir dachten. In Isola Verde, unweit von Chioggia, finden wir einen Bungalow für uns. Allerdings erst mal nur für sechst Tage. So entscheiden wir uns, die restlichen geplanten Ziele zügig zu erkunden und danach etwas vorzeitig den Weg nach Hause anzutreten. Es ist zu viel Gepäck ein- und auszuladen, als dass wir noch viele Male unsere Urlaubsunterkunft wechseln möchten. So fahren wir in dieser Woche nach Adria, Padua und zweimal nach Venedig.

Von Venedig bin ich, obwohl schon zum dritten Mal dort, wieder restlos begeistert. Diese Stadt ist für mich einmalig und einmalig schön. Venedig ist mit seinen vielen altstädtischen Gebäuden irgendwie pompös, grandios und aufgeladen mit einem Flair, der alle meine Sinne anregt. Diese Stadt ist für mich die schönste auf der Welt, die ich bisher gesehen habe.

Am 6. September ist dann unsere besondere Reise beendet, wir kommen wieder in Deutschland an.

Ich bin dankbar und froh über die Erlebnisse, die Eindrücke und der wundervollen Zeit mit Thomas. Diese Reise ist in meinem Herzen verankert.

Gondolieri in Venedig

 

Weitere interessante Links zu diesem Kapitel

 

 


Video auf DVD: http://www.segelfilmer.de/Shop/Adriakueste.html

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